Ob drei oder neun Schritte – jeder kann etwas für ein besseres Hautbild tun: die Produkte in der richtigen Reihenfolge anwenden. Unabhängig vom Hautproblem sollte die Pflege mit der Reinigung und dem Tonisieren beginnen, gefolgt von hochkonzentrierten Wirkstoffen und einer Feuchtigkeitspflege. Tagsüber ist natürlich Sonnenschutz unerlässlich. Im Folgenden finden Sie die Schritte eines guten Hautpflegeprogramms:
1. Wasche dein Gesicht
Morgens und abends das Gesicht waschen und eine kleine Menge milden Gesichtsreiniger zwischen den sauberen Handflächen verreiben. Das gesamte Gesicht mit sanftem Druck massieren. Hände waschen, Gesicht mit Wasser massieren und abspülen, bis alle Reinigungs- und Schmutzreste entfernt sind. Das Gesicht mit einem weichen Handtuch trocken tupfen. Bei Make-up ist eine zweimalige Reinigung am Abend ratsam. Zuerst das Make-up mit Make-up-Entferner oder Mizellenwasser entfernen. Tragen Sie am besten einen speziellen Augen-Make-up-Entferner auf die Augenpartie auf und lassen Sie ihn einige Minuten einwirken, damit sich das Make-up leichter löst. Vermeiden Sie dabei, die Augen zu reiben. Reinigen Sie anschließend das gesamte Gesicht sanft.
2. Toner auftragen.
Wenn Sie Gesichtswasser verwenden, tragen Sie es bitte nach der Reinigung auf. Geben Sie ein paar Tropfen Gesichtswasser in Ihre Handfläche oder auf ein Wattepad und verteilen Sie es sanft auf Ihrem Gesicht. Gesichtswasser mit Peeling-Wirkung enthalten Inhaltsstoffe wie beispielsweise …GlykolsäureZur Entfernung abgestorbener Hautschüppchen, am besten nur abends anwenden. Die Feuchtigkeitsformel kann zweimal täglich verwendet werden. Peeling-Gesichtswasser und Retinoide oder andere Peeling-Produkte nicht gleichzeitig verwenden.
3. Essenz auftragen.
Morgens eignet sich eine Essenz mit Antioxidantien, wie zum Beispiel eine aufhellende Vitamin-C-Essenz. Sie schützt die Haut vor freien Radikalen, denen sie den ganzen Tag ausgesetzt ist. Abends ist eine feuchtigkeitsspendende Essenz mit Hyaluronsäure ideal, um die Haut über Nacht vor dem Austrocknen zu bewahren. Dies ist besonders wichtig nach der Anwendung von Anti-Aging- oder Aknebehandlungen, da diese die Haut reizen und austrocknen können. Seren können auch Peeling-Wirkstoffe wie Alpha-Hydroxysäure (AHA) oder Milchsäure enthalten. Unabhängig vom verwendeten Produkt gilt: Wasserbasierte Essenzen werden unter der Feuchtigkeitscreme, ölhaltige Essenzen hingegen danach aufgetragen.
4. Augencreme auftragen.
Sie können Ihre normale Feuchtigkeitscreme unter den Augen auftragen. Wenn Sie sich jedoch für eine spezielle Augencreme entscheiden, sollten Sie diese in der Regel unter der Gesichtscreme auftragen, da sie oft dünnflüssiger ist. Verwenden Sie am besten eine Augencreme mit Metallkugelapplikator und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf, um morgendlichen Schwellungen vorzubeugen. Die Anwendung einer feuchtigkeitsspendenden Augencreme über Nacht kann zu Flüssigkeitsansammlungen führen, wodurch die Augen morgens geschwollen aussehen.
5. Punktuelle Behandlung anwenden
Es empfiehlt sich, Akne-Punktbehandlungen abends anzuwenden, wenn sich der Körper in der Regenerationsphase befindet. Vermeiden Sie es, mehrere Akne-Wirkstoffe wie Benzoylperoxid oder andere Substanzen gleichzeitig zu verwenden.SalicylsäureProdukte mit Retinol können Hautreizungen verursachen. Achten Sie stattdessen darauf, Ihre Haut zu beruhigen und mit Feuchtigkeit zu versorgen.
6. Feuchtigkeitspflege
Feuchtigkeitscreme spendet der Haut nicht nur Feuchtigkeit, sondern schließt auch die Wirkung aller nachfolgenden Pflegeprodukte ein. Morgens empfiehlt sich ein leichtes Gesichtswasser mit mindestens Lichtschutzfaktor 30. Abends kann eine reichhaltigere Nachtcreme verwendet werden. Bei trockener Haut kann die Creme früher oder später zum Einsatz kommen.
7. Retinoide verwenden
Retinoide (Vitamin-A-Derivate, darunter Retinol) können dunkle Flecken, Pickel und feine Linien durch die Anregung der Hauterneuerung reduzieren, können aber auch Hautreizungen verursachen, insbesondere bei empfindlicher Haut. Da Retinoide sich unter Sonneneinstrahlung zersetzen, sollten sie nur abends angewendet werden. Sie machen die Haut zudem besonders lichtempfindlich, weshalb Sonnenschutzmittel unerlässlich sind.
8. Gesichtspflegeöl auftragen.
Wenn Sie Gesichtsöl verwenden, achten Sie darauf, es erst nach anderen Hautpflegeprodukten aufzutragen, da keine anderen Produkte in das Öl eindringen können.
9. Sonnenschutzmittel auftragen.
Dies mag der letzte Schritt sein, aber fast jeder Dermatologe wird Ihnen bestätigen, dass Sonnenschutz der wichtigste Bestandteil jeder Hautpflege ist. Der Schutz Ihrer Haut vor UV-Strahlen kann Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung vorbeugen. Auch wenn Ihre Feuchtigkeitscreme keinen Lichtschutzfaktor (LSF) enthält, sollten Sie zusätzlich Sonnenschutzmittel auftragen. Bei chemischen Sonnenschutzmitteln warten Sie 20 Minuten, bevor Sie ins Freie gehen, damit diese ihre volle Wirkung entfalten können. Achten Sie auf ein Breitband-LSF-Produkt, das sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung schützt.
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2022


